Künstlerische Laufbahn

Der künstlerische Weg von Verena von Lichtenberg entsteht in einer ständigen Spannung zwischen Struktur und Freiheit, technischem Erbe und dem Bedürfnis nach Ausdruck.

Ausgehend von einer anspruchsvollen akademischen Ausbildung in Zeichnung, Perspektive und exakter Darstellung, war ihr Werk zunächst von einer präzisen Beherrschung der Linie und des räumlichen Aufbaus geprägt.

Diese ursprüngliche Disziplin bildet das stille Fundament ihrer gesamten malerischen Forschung.

Nach und nach löst sich die Malerei von der beschreibenden Darstellung und wird zu einem Feld der Wahrnehmung.

Die Farbe beschreibt die Landschaft nicht mehr – sie erschafft sie.

Das Licht wird zur Materie, und die Überlagerung der Farbschichten entwickelt sich zu einer strukturgebenden Sprache.

Die frühen Werkreihen – Felder der Provence, Morgentau, Sommerliche Fülle – erforschen die Beziehung zwischen Landschaft, Erinnerung und farblicher Schwingung.

Der Süden Frankreichs erscheint dabei als prägender Raum, bestimmt von den komplementären Harmonien von Orange und Blau sowie der Suche nach einer intensiven Leuchtkraft.

Mit den folgenden Serien (Cap Ouest, American Dream, Geist der Freiheit) richtet sich der Blick auf den Atlantik. Der Horizont wird zu einer geistigen Struktur, und die Landschaft verwandelt sich in eine Bewegung, einen Weg.

Die Zyklen Hoffnung des Tages, Hoffnung der Nacht, Spirit und Horizont markieren den Übergang zu einer wesentlich reduzierteren Malerei, die das Licht als innere Konstruktion begreift.

Die nordischen Werkreihen – Nord Licht, Aurora Borealis – vertiefen diese Forschung bis zum allmählichen Verschwinden des Motivs zugunsten der reinen Lichtschwingung.

Mit Lumière Australe, Asian Lights und Lux erreicht das Licht eine Form äußerster Verdichtung. Schließlich markiert Éruption eine letzte Steigerung der malerischen Sprache, in der Materie zu Energie und Bewegung wird.

Das Gesamtwerk lässt sich somit als eine fortwährende Bewegung lesen: von der realen Landschaft hin zu einem geistigen Raum, in dem das Licht zum eigentlichen Gegenstand der Malerei wird.

 

 

 

 

1989 - 1993       Hochschule für Gestaltung Grafik Design und Architektur Studium in Darmstadt und Paris

 

 

1998 – 2003      Die Perspektive und ihre Fluchtlinie,                          schwarz und weiß / Kohle

     Landschaften von Arcachon

     Die Beobachtung und Analyse der Fluchtlinie,

     die Verschachtelungen und Illusionseffekte

     die Darstellung in drei Dimensionen

 

2003 - 2005       Farben und ihre Stärken,                                             blau und orange / Öl

     Landschaft im Süden von Frankreich

     Die Suche der Ausdruckskraft,

     der Intensität, der Stärke und das Verhaltens des Lichts

     durch den Einsatz von komplementären Farben

 

2004 - 2005       Die Farbmassen,                                                         orange und blau / Acryl - Öl

     Landschaften Griechenlands

     Die Konfrontation von flachen komplementären Farb massen

     die Lichtintensität

     die Übertreibung durch abstrakte Darstellung

 

2004 - 2006       Die Linie und der Fluchtpunkt,                                     orange und blau / Acryl

     warme Meereslandschaften

     Das Bedürfnis nach der Suche und der Hoffnung

     die unumgängliche Ignoranz des Gegenwärtigen

     das Streben und der Traum nach Zukunftshoffnung

 

2005 - 2006       Die Darstellung des weiblichen Akts,                         blau / Acryl

     Die Silhouette der Büste

 

2007 - 2012       Die weichen Farben der Erdtöne,                               schwarz weiß grau / Acryl

     Die Mitternachtssonne und die Sonnenfinsternis

     Die zarte Hoffnung der Geborgenheit

     die Zukunftshoffnung prägt Ausdruckskraft und Dynamik

     der Weg ist das Wesentliche, die Farbe ist ihr Handlauf

 

2012 – 2015      Nord-Licht - Aurora Borealis

 

2015 – 2018      Lumière Australe

 

2018 – 2019      Asian Lights

 

2019 – 2019      Lux

 

Seit 2020         Eruption